Gemeinden benötigen einen Sport- und Sportstättenentwicklungsplan

von • 15. April 2010 • gespeichert unter: Twitter, Veranstaltungen

Daniela Watzke und Horst Delp5. Bürger Roundtable Biebertal diskutierte über Nachhaltigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit von Sportangeboten

Wollen die Gemeinden die Vielfalt ihrer Sportvereine zukunftssicher erhalten, benötigen die als Grundlage einen Sportstätten- Entwicklungsplan, so lautet die Zusammenfassung des 5. Bürger Roundtable-Gespräches vom 14.4. in Biebertal Rodheim. Der Einladung von Kooperatives Mittelhessen und Bürgermeister Thomas Bender waren 60 Personen aus Vereinen, Politik und Bürgerschaft Biebertals gefolgt.

Die verschiedenen sich ergänzenden zum Teil auch konkurrierenden Sportangebote und die zu deren Ausübung notwendigen Sportstätten Biebertals können nur dann noch in 10 Jahren funktionieren, wenn es zu einer Synergiebildung sowohl in Bezug auf die Bewirtschaftung als auch das Kostenmanagement kommen würde. Damit eng verbunden müsse geprüft werden ob die Angebote der einzelnen Vereine mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung – nicht nur der Vereinsmitglieder – übereinstimme. Es sei Aufgabe der Gemeinde dies im Auge zu behalten. Allein die demographische Entwicklung die rückläufigen Kinderzahlen bei gleichzeitig immer mehr auch „jung gebliebenen Senioren“ gebe dazu Anlass.

Von dieser gemeinsamen Analyse, der Gäste, des Bürgermeisters Thomas Bender, Roland Keller (Vorstand SKG), Daniela Watzke (Genossenschaftsverband) und  Horst Delp (Hessischer Sportbund) ausgehend  wurde eine gemeinsame Zielvision hergeleitet, deren zentralen Eckpunkte, Nachhaltigkeit, Qualität aber eben auch Wirtschaftlichkeit lauteten.

Es war insbesondere der anwesende Sportmanagementexperte Horst Delp und die Genossenschaftsvertreterin Daniela Watzke die aus verschiedenen, dennoch vergleichbaren Projekterfahrungen die Widerstände aber eben auch die weiteren Vorgehensmöglichkeiten benennen konnten.

Gewohnte Gleise und bislang bestehende Konkurrenzen zu Gunsten kooperativer Zusammenarbeit zu verlassen, ist ausgesprochen schwer, betonte Horst Delp. Frau Watzke hingegen vertraut aufgrund ihrer Erfahrung mehr auf die Klugheit von fachlich geleiteten Gruppen. Sie hob die Fähigkeit solcher Gruppen hervor, sich entlang einer gemeinsamen Zielplanung und einer möglichst klar definierten Struktur und Vorgehensweise zusammenzufinden. Hier liefere das genossenschaftliche Format die notwendigen demokratischen Elemente und eine transparente Entscheidungskultur.

In den von Gesprächsleiter Wolfgang George (Kooperatives Mittelhessen) ermöglichten Einbeziehungen der anwesenden Gästen wurden verschiedene Missstände gerade auch im Abgleich der Interessen zur Gemeinde aber auch durchaus untereinander benannt. Auch seien immer wieder gerade auch in Krisen- oder schwierigeren Zeiten durch die Vereine bewiesen worden, dass man sich gegenseitig unterstütze bzw. die Anliegen der Gemeinde ernst nehme.

In seiner abschließenden Zusammenfassung betonte Bürgermeister Bender dass diese Gesprächsrunde den Auftakt zur weiteren Zusammenarbeit bilden solle.

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