Es gibt viel Gutes, was man verbessern kann

von • 22. Mai 2010 • gespeichert unter: Lich, Twitter, Veranstaltungen

Bürger-Roundtable in LichGerade weil wir in einem charmanten Städtchen leben, wollen wir unsere Zukunft aktiv gestalten

Am 20. Mai war es wieder soweit 50 interessierte Bürger, Freiberufler und Ortspolitiker hatten sich auf Einladung ihres Bürgermeisters Klein und der Initiative Kooperatives-Mittelhessen für einen 2-stündigen Austausch im Licher Bürgerhaus zusammengefunden.

Dieses Mal stand das Thema des Ortsmarketings im Vordergrund aller Überlegungen. Welchen Weg soll Lich hier gehen, wie die Chancen der Zukunft anpacken, welche Risiken vermeiden?

Nach den eröffnenden Statements von Franz Gerd Richarz, Hans-Jürgen Schaefer, Bürgermeister Bernd Klein und Daniela Watzke war klar, dass auch eine funktionierende und attraktive kleine Stadt wie Lich sich den erkennbaren Anforderungen, wie sie sich etwa der Altersentwicklung der Bevölkerung, veränderten Lebensplänen der Menschen , den Verkehrsinfrastrukturangeboten oder den rückläufigen Einnahmetiteln der öffentlichen Hand stellen muss.

Es war insbesondere der stellvertretende Landesvorsitzende des „Liberaler Mittelstand“, Franz Gerd Richarz der darauf aufmerksam machte wie wichtig es ist jeden einzelnen Bürger Lich´s zu einem Botschafter der Vorzüge eines Lebens in der Stadt zu gewinnen. Ein wesentliches Teil modernen Stadtmarketing sei immer auf die Bürger, die im Ort ansässigen Freiberufler, Unternehmer und Vereine gerichtet.

Zugleich müsse Lich den Vorsprung, dessen sich die Podiumsgäste weitegehend sicher waren, gegenüber anderen Kommunen zu behaupten. Man müsse Gäste nicht nur aus Mittelhessen sondern aus ganz Deutschland durch einmalige Angebote gewinnen lautete die Aussage vom Vorsitzenden des Gewerbevereins Hans-Jürgen Schaefer.

Dass man sich auf einem guten Weg befände und die erste Station, die Entwicklung eines Städtischen Leitbildes gemeinsam mit den Bürgern bereits erreicht habe betonte der Bürgermeister, Nun gelte es den entstandenen Zielrahmen durch praktische Projekte für den Bürger aber auch zu erwartende Gäste und Besucher Lichs zu etablieren.

Daniela Watzke vom Genossenschaftsverband betonte, wie hilfreich es ist solchen Gruppen ein solides Rechts- und Wirtschaftsformat an die Hand zu geben. Gerade die Genossenschaft erlaube es die doch recht unterschiedlichen Akteure vom einzelnen Bürger bis hin zum ansässigen Unternehmen in eine gemeinsame Rechts- und damit wirtschaftliches Handlungsformat zu führen. Die erzielten Mehrwerte solch einer Gesellschaft könnten dann in die zu finanzierenden Projekte bzw. Leistungsangebote reinvestiert werden.

Selbstverständlich stünden Gemeinde, die Unternehmen, Vereine und auch die sich beteiligenden Bürger in einer – auch finanziellen Verpflichtung – aber eben nicht im Sinne einer wohltätigen Spende, sondern in einem klaren Investitionsverhältnis betonte der Moderator des Abends Wolfgang George. Genossenschaften wären vor allem Wirtschaftsunternehmen, wie etwa am Beispiel der Volksbank Mittelhessen leicht darstellbar. Gerade um auch soziale oder kulturelle Einrichtungen bzw. Anliegen in neuen Lösungen und Formaten zu schützen benötigen die Genossenschaften ebenso wie jede andere Unternehmensform, fachliche Experten, unternehmenswillig und befähigte Personen und Kaufleute. Erst dann könne das Rechtsformat seine ganze Eleganz zeigen.

In seinem Schlusswort betonte der Bürgermeister, dass der aufgenommene Leitbildprozess nun verstärkt in Projekte – die soweit als möglich von engagierten Personen und Unternehmen vorangebracht werden sollen — überführt werden müsse.

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