Verbesserung der regionalen Wertschöpfung im Visier
Seit Beginn der verstärkten Gewinnung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern geht die Entwicklung von einer bisher zentralen zu einer immer mehr dezentralen Energiegewinnung voran. Dabei gewinnt die Energieversorgung immer mehr den Statuts eines „Grundgutes“ ähnlich wie Wasser.
Gleichzeitig hat sich das Genossenschaftswesen durch die Gesetzesnovelle in 2006 stetig weiter entwickelt und erlebt nicht zuletzt durch die Gründung vieler Energiegenossenschaften einen wahren Gründungsboom. Die Dezentralität der Energieerzeugung und die regional verorteten Genossenschaften gehen hier praktisch eine Symbiose ein. Ein Ende der Gründungswelle ist vorerst nicht abzusehen, im Gegenteil man geht von bis 1000 neuen Energiegenossenschaften bis zum Jahr 2020 allein in Deutschland aus.Jedoch existieren gegenwärtig immer noch Wissensdefizite bezüglich der Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, der Grundlagen der Projektfinanzierung, der Beteiligung von Genossenschaften an anderen Wirtschaftsformaten, dem Ausmaß der regionalen Wertschöpfung bei der Gründung und beim Betrieb einer Genossenschaft.
Über den Autor:
Thomas Berg ist Leiter „Public Affairs Management“, am Hauptsitz der juwi Holding AG im rheinland-pfälzischen Wörrstadt. Die juwi Gruppe ist ein Lösungsanbieter im Bereich regenerativen Energien.
Zuvor war u.a beim Land Hessen als Dozent im Bereich Politik und Wirtschaft sowie in der freien Wirtschaft als Projektmanager, Berater und Fachbuchautor tätig. Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Wissenschaftstheorie sowie der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz.
Weitere Beiträge und Autoren unter www.kommunale-kooperation.de


