Kein Kind darf verloren gehen und jeder Gemeinde ein Gründerzentrum

von Wolfgang George • 26. Juni 2009 • gespeichert unter: Pressemitteilungen



Glückliche Award-Gewinner strahlen mit der Sonne um die Wette

lachende Award-GewinnerKein Kind darf verloren gehen und jeder Gemeinde ein Gründerzentrum so und ähnlich lauteten die während der 1. Fachtagung Regionales Wissens- und Bildungsmanagement in Gießen vorgetragenen Empfehlungen der zu Wort kommenden Referenten.

Ungefähr 150 Gäste aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Schulen und Hochschulen Gründerinitiativen und Unternehmen hatten sich im Forum der Volksbank Mittelhessen zu der Tagesveranstaltung eingefunden. Eröffnet wurde der Tag durch den Hausherren Dr. Hanker und Martin Bonow. Dieser war es, der das Motto des Tages früh auf den Punkt brachte: es sei an der Zeit, dass sich die Kommunalverantwortlichen, aber auch die Bürger selber noch stärker als bislang für den Ausbau und Erhalt der regionalen Wissens- und Bildungsinfrastruktur einsetzen müssen.

Der Giessener Regierungspräsident a.D. Wilfried Schmied verdeutlichte, dass Mittelhessen sich in einer denkbar günstigen Ausgangsposition befindet, allein die Präsenz von 3 Hochschulen mit ca.30.0000 Studenten würden diesen geographischen Raum als Wissens- und Bildungsraum prädestinieren wie kaum einen anderen.

In den Vorträgen am Vormittag wurde das die Breite des Themas durch verschiedenste Themen, die von der Bedeutung frühkindlicher Förderung über die Möglichkeiten modernen Wissensmanagement bis hin zur praktischen Gestaltung des Aufbaus von Wissensregionen reichte verdeutlicht. Insbesondere der aus Schladen angereiste Bürgermeister Andreas Memmert verstand es die kommunalen Handlungsspielräume zu benennen. Die Gemeinde und Städte wären aufgefordert aktiv zu intervenieren, denn es ginge um deren existentielle Zukunftssicherung: „Gelingt es nicht Kinder entlang ihrer individuellen Möglichkeiten bestmöglich zu fördern und gehen in den Schulen die Lichter aus, so ist dies gleichbedeutend mit dem mittelfristigen Aus der Gemeinde“

Einen abschließenden Höhepunkt des Morgens bildetet die anlässlich der Veranstaltung durch Prof. Dr. Jürgen Wegmann aus Wetzlar vorgenommene Buchvorstellung „Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Wissens- und Bildungsmanagement“. 10 der 33 dieses Buch verfassenden Autoren waren anwesend und berichteten ihren Beitrag. Schulleiter Georg Pflüger aus Wetzlar berichtete in kurzen und eindrucksvollen Ausführungen, wie es ihm und seinem Projektteam gelungen war, eine Kleinschule zu gründen. Prof. Dr. Hans-Jürgen Weißbach aus Frankfurt berichtete, durch welche Kräfte Regionen auch deren Wissenskerne zerrieben werden und beschrieb deren Abhängigkeit von einem auch internationalen Geschehen. Prof. Wegmann würdigte das Engagement der Herausgeber Martin Bonow und Wolfgang George, denen es in ihren bisherigen Bänden gelungen war, 100 Autoren aus Wissenschaft und Praxis zusammenzuführen.

Am frühen Nachmittag verteilten sich die Gäste in 4 Workshops zu den Themen: Regionalentwicklung durch Gründerzentren gestalten (Moderatoren: Prof. Rüdiger Kabst und Herr Roland Marx) , Aufbau von Schülergenossenschaften (Herr Prahst), Regionale Genossenschaften (Herr Volkmar Kaiser) und Netzwerke ( Frau Dening) organisieren. Alle Workshops einte das Wissen der Veranstalter, dass es darauf ankommt die Städte, Gemeinden und Regionen nicht nur für Innovationen zu öffnen, sondern diese dann auch praktisch durch geeignete Moderation, Konstitution und Management zu ermöglichen (vielleicht eher realisieren oder umzusetzen).

Den Abschluss und zugleich „dramaturgischer Höhepunkt“ des Tages war die Verleihung der „GenoPortal Awards Wissen und Bildung 2009“. In dessen Ausschreibung war formuliert worden, dass sich regional vorgetragene Bildungs- und Wissensprojekte bewerben könnten.

Von insgesamt 20 Einreichungen wurden 11 ausgezeichnet. Die 3 von einer Jury als beste Projekte identifizierten Einreichungen erhielten über eine Urkunde hinaus auch einen kleinen Geldpreis. Die Preisverleihung wurde unter Anwesenheit von Herrn Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindetages durchgeführt.

Alle ausgezeichneten Projekt bzw. deren angereisten Vertreter (gesonderter Beitrag) erhielten die Möglichkeit einer zusammengefassten Projektberichterstattung.

Wie ein roter Faden durchzog die — durch Prof. Dr.Wolfgang George aus Gießen — moderierte Veranstaltung die Erkenntnis, dass die gelungene Vernetzung vieler, z. T. auch ungleicher Partner von besonderer Notwendigkeit für den Aufbau eines regionalen Wissens- und Bildungsmanagements ist. Zugleich verwies George mehrfach darauf, dass Wissen erst durch die Verbindung mit demokratischen, an der Lebensqualität der Menschen ausgerichteten Werten und Zielen eine wirkliche Wertschöpfung für die Region darstellt.
Die Ausrichtung an diesen Kriterien brauchte keinesfalls eine rhetorische Willenserklärung bleiben, sondern hierfür stünden international bewährte Verfahren zur Verfügung.

Ziel der Veranstaltung war es folgerichtig über diese hinauszublicken und den Gästen, aber auch interessierten Bürgern, Gemeinden, Städten und Unternehmen der Region das Angebot zu unterbreiten miteinander zugunsten der Förderung „Regionaler Lebensqualität“ zu kooperieren.

Nähere Informationen hierzu und den nächsten Veranstaltungen und Angeboten finden Sie auf diesen Internetseiten. Wir stellen hier auch Funktionen für ein Kommunikations-Netzwerk (Community) für alle interessierten Akteure bereit.

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