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In Mittelhessen eine Musterregion der kooperativen Zusammenarbeit entwickeln

Gießen, den 3.9.2009 - Der Genossenschaftsverband, der Hessische Städte- und Gemeindebund, der Hessische Volkshochschulverband, der Landkreis Gießen und das Regierungspräsidium Mittelhessen unterstützen die Initiative, in Mittelhessen eine Musterregion für kooperative Zusammenarbeit zwischen Bürgern und öffentlicher Administration, Wirtschaft und Wissenschaft zu schaffen.

sitzend (vlnr) Dr. Marieanne Ebsen-Lenz, Daniela Watzke, stehend (vlnr) Prof. Dr. Wolfgang George, Karl Christian Schelzke, Karl-Heinz Schäfer, Dirk Oßwald, Bernhard Wolf (Foto: wjk)

sitzend (vlnr) Dr. Marieanne Ebsen-Lenz, Daniela Watzke, stehend (vlnr) Prof. Dr. Wolfgang George, Karl Christian Schelzke, Karl-Heinz Schäfer, Dirk Oßwald, Bernhard Wolf, nicht auf dem Foto: Joachim Prahst

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Projekte der Kooperation in den Städten und Gemeinden Mittelhessens zu initiieren und zu wirtschaftlichem und sozialem Erfolg zu führen. Ausgangspunkt bildet die Analyse, dass es bis heute nur in wenigen Fällen regionaler Entwicklung gelungen ist, Bürger systematisch in das wirtschaftliche Geschehen der Kommunen einzubinden. Demgegenüber stehen deutschlandweit geglückte Genossenschaftsgründungen (180 Gründungen 2008) in verschiedensten kommunalen, wirtschaftlichen und sozialen Handlungsfeldern. Bereiche, deren Erhalt die Sicherung unseres Wohlstandes und Lebensqualität nachhaltig ermöglichen. So kann eine regionale Zukunftssicherung nur in einem Umfeld gelingen, in welchem eine wohnortnahe Gesundheits- und Krankenversorgung, die Energiesicherstellung und auch das Bildungs- und Wissensmanagement betrieben wird, betont Daniela Watzke vom Genossenschaftsverband.

Um in Mittelhessen eine Musterregion der kooperativen Zusammenarbeit zu entwickeln, wurde bereits im Juni dieses Jahres in Gießen eine Eröffnungsveranstaltung “Regionales Wissens- und Bildungsmanagement” durchgeführt. Dort wurden auch die Ziele und das Programm des Kooperativen Mittelhessens vorgestellt.

So wird nun am 22. 9. 2009 zwischen 18.00 und 20.30 Uhr ein erster “Bürger-Roundtable” - der mit wechselnden Themenschwerpunkten in den kommenden Monaten in 10 weiteren Städten und Gemeinden Mittelhessens durchgeführt wird - in der Stadt Pohlheim stattfinden. Der gastgebende Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer - der gegenwärtig auch Präsident des die Initiative unterstützenden Hessischen Städte- und Gemeindebundes ist -lädt alle Interessierten zu dem Thema: “Regionale Energieversorgung der Zukunft: Möglichkeiten der Kooperation von Bürgern, Gemeinde und regionalen Wirtschaftsbetrieben” ein.

“Der hessische Städte- und Gemeindebund unterstützt die Initiative Kooperatives Mittelhessen, weil wir um die durch Genossenschaften erschließbaren regionalen Mehrwerte wissen, aber auch vor dem Hintergrund der aktuellen ökonomischen Entwicklungen, welche die Gemeinden in den kommenden Jahren im Erhalt ihrer Leistungsangebote vor überaus große Herausforderungen stellen wird, sind genossenschaftliche Lösungen ein Element der Konsolidierung”, so die Aussage dessen Geschäftsführers Karl Christian Schelzke.

Die hessischen Volkshochschulen - vertreten durch Bernhard Wolf - wollen mit dazu beitragen, dass sich bürgerliches Engagement lösungsorientiert entfalten kann. Bürgerliches Engagement auch in wirtschaftlichen und sozialen Handlungsfeldern zu ermöglichen, muss ein Ziel einer im Durchschnitt immer älter werdenden Gesellschaft sein.

In der Kreisvolkshochschule wird am 25. + 26. September 2009 ein 2-tägiger Kurs durchgeführt, in welchem das Wirtschafts-, Sozial- und Rechtsformat der Genossenschaft vorgestellt wird. Ziel, so deren Leiterin Dr. Marianne Ebsen-Lenz, ist es, interessierten Bürgern, Erwachsenenbildnern aber auch Unternehmensvertretern und für das öffentliche Leben verantwortliche Personen am Beispiel von zeitgemäßen Genossenschaften aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Energie und Schule kooperative Lösungsmöglichkeiten vorzustellen.

“Wenn wir in Mittelhessen ein Modell für kooperative Lösungen schaffen wollen” so Prof. Dr. Wolfgang George, “brauchen wir engagierte Personen, die sich vor Ort - dort, wo sie leben und sich verantwortlich fühlen - initiativ werden. Diese Personen wollen wir kennenlernen, unser charmantes Format vorstellen und Hilfestellung bei der Durchführung regionaler Projekte anbieten.”

Das Regierungspräsidium Gießen sieht in dem Vorhaben einen zukunftsorientierten Ansatz, da durch das genossenschaftliche Prinzip neben wirtschaftlichen Interessen auch das persönliche Element der Mitgliedschaft und die Verfolgung gemeinsamer Ziele im Vordergrund stehen.

Für den 1. Kreisbeigeordneten Dirk Oßwald ist es klar, dass der Landkreis Gießen die Initiative unterstützt. Nicht nur die Menschen untereinander, auch die Kommunen müssten wirtschaftlich abgestimmter miteinander kooperieren, so brauche beispielsweise nicht jede Gemeinde jede Dienstleistung vorhalten, Synergie- und Kosteneffekte müssten geborgen werden. Eine der geeigneten Gesellschaftsformen dafür könnte die Rechtsform der Genossenschaft sein.

Gesprächsteilnehmer:

  • Prof. Dr. George (Kooperatives Mittelhessen)
  • Karl-Heinz Schäfer (Bürgermeister Pohlheim / Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes)
  • Dr. Marianne Ebsen-Lenz (Kreisvolkshochschule Gießen)
  • Karl-Christian Schelzke (Hessischer Städte- und Gemeindebund)
  • Daniela Watzke (Genossenschaftsverband e.V. / GenoPortal)
  • Joachim Prahst (Genossenschaftsverband e.V.)
  • Bernhard Wolf (Hessischer VHS-Verband)
  • Dirk Oßwald (Landkreis Gießen)

Gemeinsame Pressemitteilung von Genossenschaftsverband (GenoPortal) + Hessischer Städte- und Gemeindebund + VHS-Hessen + Landkreis Giessen

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